Buchbesprechungen von Jugendlichen für Jugendliche

Buchbesprechung von Manuel Kaufmann / Manuel Kaufmann, 13 Jahre
Zusammenfassung:
Das ehemalig blühende Städtchen Güllen ist extrem hoch verschuldet und es muss so ziemlich alles renoviert werden. Die Rettung des Städtchens wäre die ehemalige Einwohnerin und jetzige Milliardärin Claire Zachanassian. Als die nun alte Dame ankommt, will sie der verfallenen Stadt eine Milliarde schenken, aber als Gegenleistung Gerechtigkeit erhalten. Unter Gerechtigkeit versteht sie, dass ein Mann, Alfred Ill, getötet wird, weil er es war, der die einstige Kläri Wäscher sozusagen aus dem Dorf vertrieben hat. Es stellt sich nun die Frage: Werden die Güllener ihren Krämer töten oder doch nicht?
Kritik:
Bei Büchern von Friedrich Dürrenmatt, ich habe zwar erst zwei gelesen, ist es für mich persönlich wichtig, mit irgendjemandem über das Geschehene im Buch zu sprechen. Wahrscheinlich ist das so, weil ich einfach noch nicht ganz reif genug für solche Bücher bin. Wenn ich jedoch mit jemanden darüber diskutiert habe, der dieses Buch ebenfalls gelesen hat, fällt es mir schon viel leichter dieses Buch zu verstehen und ich begreife auch schon ein bisschen besser, was Herr Dürrenmatt damit sagen wollte oder worum es überhaupt in diesem Buch ging.
Das andere Buch, das ich von Herrn Dürrenmatt gelesen habe, heisst "Die Physiker". Dieses Buch hat mich ungemein beeindruckt, darum wollte ich auch jetzt dieses Buch lesen. Allerdings muss man sagen, dass "Die Physiker" viel leichter zum Verstehen ist, als dieses Buch hier. Auch finde ich, wird beim "Besuch der alten Dame" am Schluss, aber auch im Mittelteil, zu wenig genau klar, was jetzt eigentlich passiert ist. Darum sage ich sollte man hier immer wieder bei kniffligen Szenen das Vorhergeschehene filtern und interpretieren, damit man dann nicht den roten Faden verliert. Das denke ich, war bei mir ein bisschen das Problem. Ich habe erst mit meinem Deutsch-Lehrer über das Buch diskutiert, als ich schon fertig war. Dadurch wurde mir erst jetzt bewusst, wie gut das Buch eigentlich ist. Und es ist wirklich gut. Besonders gut gefallen zweitletzte Szene mit Ill und den vielen Güllener, die so wie ein Gässchen bilden. Gefallen hat mir diese Szene, weil wirklich alles so passiert, wie es schon während dem ganzen Verlauf der Geschichte angetönt wird. Es stürzt nicht einfach die Polizei in den Theatersaal des Goldenen Apostels und nimmt alle Güllener mit auf das Präsidium. Es gibt kein Happy - End. Und das finde ich gut. Es muss nicht immer alles gleich sein, wie in anderen Büchern. Das macht das Buch auch irgendwie anders. Wobei man ja annehmen kann, dass es so rauskommen wird, wenn man vorne auf dem Cover "Tragische Komödie" liest.



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