Buchbesprechungen von Jugendlichen für Jugendliche

Buchbesprechung von Annina Wyrsch / Annina Wyrsch, 14 Jahre
Das Buch "Der talentierte Mr. Ripley" wurde von Patricia Highsmith geschrieben.
Zuerst spielt die Geschichte in Amerika, aber danach grösstenteils in Italien.
Obwohl die Hauptperson, Tom Ripley, ein Mörder ist, ist er mir trotzdem sympathisch.
Eigentlich, wenn ich einen Krimi lese, möchte ich, dass der Mord aufgedeckt wird. Aber bei diesem Buch hoffte ich immer, dass die Polizei Tom nicht als Mörder entlarvt. Das liegt aber bestimmt auch daran, dass es Patricia Highsmith gelungen ist, Tom Ripley, obwohl er ein Mörder ist, sympathisch darzustellen.

Nicht wie bei üblichen Krimis geht es um die Frage "Wer war der Mörder?", sondern der ganze Krimi dreht um die Frage "Wie kann ich die Polizei um den Finger wickeln". Daher passt der Titel des Buches auch gut zu der Hauptperson, weil Tom wirklich sehr geschickt ist, die Polizei hereinzulegen und sich als Unschuldigen darzustellen.
Schade finde ich nur, dass der Mörder schon zu Beginn bekannt ist, der Mord aber erst ungefähr in der Mitte des Buches geschieht. Daher wird es erst in der Mitte des Buches richtig spannend. Das andere ist eigentlich alles nur die Vorgeschichte.
Insgesamt finde ich, dass dies ein sehr gut gelungener Krimi ist, weil er ist anders wie übliche Krimis. Schon von Anfang an werden sehr viele Fakten angegeben. Das heisst, es ist schon von Anfang an klar, wer der Mörder ist und wer das Opfer.

Buchbesrpechung von Gishanthi Thiraviyanathan / Gishanthi Thiraviyanathan, 15 Jahre
Der Buchtitel "Der talentierte Mr. Ripley" entspricht sehr gut dem Charakter der Hauptfigur. Er plante seine Betrügereien und Lügen sehr raffiniert und führte alle Leute geschickt an der Nase herum. Schnell wurde klar, dass er zwei Gesichter hatte. Er plante viel Böses, aber er verhält sich stets scheinheilig, unschuldig, ahnungslos und freundlich, d.h. wie ein Wolf im Schafspelz. Positiv finde ich auch, dass bis fast zum Buchende offen bleibt, wie die Geschichte endet. Die zweite Buchhälfte ist die spannende und deshalb die lesenswerte.
Vom Buchanfang bis Buchmitte geht nicht hervor, dass es sich um einen Krimi handelt. Bei anderen Krimis beginnt die Geschichte meist mit einem Mord, doch bei diesem Buch wird viel zu lange beschrieben, wie Tom nach Italien gelangt. Nach dem Lesen des neugierig machenden, zum Lesen verlockenden Klappentextes, weiss man leider bereits von Anfang an, was passiert und wer der Mörder ist. Deswegen muss man sich beinahe zum Lesen der ersten und langweiligen Buchhälfte zwingen.
Zur Abwechslung finde ich dieses Buch interessant, denn es ist nicht nach dem gleichen Aufbau geschrieben. Man erkennt nicht sofort, wer der Gute und wer der Schlechte ist.
Im Gegensatz zu anderen Krimis geht es in diesem Buch nicht um die Aufklärung eines Mords, sondern wie der Mörder den Verdacht von sich ablenkt. Man weiss früh, um was es sich handelt, was dieses Buch speziell und einzigartig macht.
Ich finde es schade, dass die Autorin schon am Anfang zu viel verrät. Meiner Meinung nach wäre es spannender, wenn man gewisse Fälle selber lösen könnte. Doch die Verfasserin wollte es so. Vielleicht spricht dieser Schreibstil andere Leser an.
Aber im Grossen und Ganzen gefiel mir dieser Krimi sehr gut.



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