Buchbesprechungen aus Zeitungen, Magazinen ...

Notiz zu Die Zeit vom 14.02.2002 / / 17.03.2007
Warum, fragt Konrad Heidkamp, hat gerade diese Geschichte der Malka Mai, eines siebenjährigen jüdischen Kindes, das 1943 auf der Flucht von seiner Mutter zurückgelassen wird und binnen eines halben Jahres vom Kind zum Erwachsenen reifen muss, den "Luchs 2001" erhalten und führt sodann zahlreiche weitere Kinder- und Jugendbücher an, die ebenfalls eine Auszeichnung verdient hätten. Der Rezensent weiß eine Antwort, denn schließlich hat er selbst, informiert er den Leser seiner Besprechung, in der "Luchs-Jury" gesessen und sich für Mirjam Pressler entschieden. Die schreibt, berichtet Heidkamp, seit 20 Jahren Kinder- und Jugendbücher und hat sich als Übersetzerin von Anne Frank, Zeruya Shalev und Uri Orlev einen Namen gemacht. Den Preis für "Malka Mai" nun hält der Rezensent für berechtigt, weil diese wahre Geschichte von allem das Gute habe. Und doch, denkt Heidkamp, sei das Ende trotz Happy End nicht glücklich: "Man bleibt am Leben", mehr nicht. Genauer könne man das Schicksal der Malka Mai und vieler anderer Verfolgter wohl nicht auf den Punkt bringen, meint Heidkamp.

Mit freundlicher Genehmigung von http://www.perlentaucher.de

Notiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.03.2001 / / 17.03.2007
Eine Seltenheit dieses Buch! So schreibt Silke Scheuermann in ihrer kurzen Besprechung. Selten findet man den Stoff der Kindheit im Holocaust derart ergreifend aufbereitet wie hier, erklärt sie und führt das auf die lange Auseinandersetzung der Autorin, die schon Anne Franks Tagebücher übersetzt und eine Biografie über sie verfasst hat, mit ihrem Thema sowie auf die zugrunde liegende "wahre Geschichte" zurück, über die sie uns nebenbei informiert. Hier also mögen die Gründe liegen für die bis ins Detail reichende Wahrhaftigkeit und für das Mitreißende der Geschichte, die Gründe dafür auch, dass die Rezensentin uns noch einmal versichert: "ein Buch, das man so schnell nicht vergisst und das fortan zu den wichtigsten Werken der Autorin gehören wird.

Mit freundlicher Genehmigung von http://www.perlentaucher.de

Notiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.05.2001 / / 17.03.2007
Für wichtig und schwierig zugleich hält Siggi Seuss den Roman "Malka Mai". Erstens, wie er sagt, weil das Thema "Leben unterm Hakenkreuz" viel zu wenig Aufmerksamkeit unter jungen Lesern erfahre, und dann, weil schwierige Themen in der Jungendliteratur allzu häufig künstlich dramatisiert oder entschärft würden - ein oft sozialpädagogisch motivierter Vorgang, auf den die Autorin aber verzichte. So sind es die ungeschönte Schilderung seelischer Zerrissenheit, das Benennen unermesslichen Leids mittels Worten, Bildern und Szenen, "welche die Empfindungen der Menschen und die Veränderung ihrer Persönlichkeiten verständlich machen", die dem Rezensenten den Eindruck vermitteln, als müsse die Geschichte des jüdischen Mädchens Malka "so erzählt werden, wie Mirjam Pressler es tut.

Mit freundlicher Genehmigung von http://www.perlentaucher.de



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