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Notiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 02.08.2003 / /
Einen Totalverriss erlaubt sich der Rezensent Andreas Obst mit diesem Jugendbuch. Obwohl Beirut und der Libanon sicher eine spannende Kulisse für ein Jugendbuch sein könnten, "zur Verdeutlichung von Zeitgeschichte im Nachhall des 11. Septembers", enttäuscht dieser Roman von Brogitte Blobel alle Erwartungen, die der Rezensent in ihn gesetzt hat. Es wird kein authentisches Leben aus dem Libanon vermittelt, der Rezensent hat vielmehr den Eindruck "dass die Autorin ihre Lokalkenntnisse vor allem aus Reiseführern gewonnen hat" - und, was noch schwerer wiegt, "ihre Einschätzung des Weltterrorismus aus der Boulevardpresse". Und wenn der Vater seiner ihn auf Journalisten-Recherche begleitenden Tochter von der politische Situation im Land erzählt "hört man geradezu das Papier der Vorlagen rascheln". Kein Wunder also, dass die Charaktere der Protagonisten ähnlich flach bleiben.

Mit freundlicher Genehmigung von http://www.perlentaucher.de



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