Buchbesprechungen von Jugendlichen für Jugendliche

Buchbesprechung von Irina Reiss / Irina Reiss, 15 Jahre
Nur zwei Tage vor Giselas 16. Geburtstag kommt der Befehl, ihre Heimat müsse evakuiert werden. Zusammen mit ihren drei Brüdern, ihrer hochschwangeren Mutter und ihrer Grossmutter wollen sie nach Dresden zu den Grosseltern reisen. Während der Zugfahrt setzen bei der Mutter die Wehen ein und sie wird in ein Spital gebracht, die anderen fahren ohne sie weiter. In einer Bahnhofshalle wird vor einem Bombenanschlag gewarnt. Die Leute flüchten in öffentliche Luftschutzkeller, dabei werden Gisela und ihre Brüder von ihrer Oma getrennt. Auch einer ihrer Brüder, der mit der Provianttasche, verschwindet im Menschengetümmel. Sie finden sich wieder in eimen Luftschutzkeller, im Damen WC. Dort treffen sie auch Lotte, die von ihrem Kindermädchen und ihrer Mutter getrennt worden ist. Es gibt einen Knall und plötzlich ist das Licht aus, sie sind verschüttet. Eine Bombe hat über ihnen eingeschlagen. Nun geht es nur noch ums Überleben. Der Proviant reicht nicht lange und Wasser haben sie auch nicht viel. Sie bemerken, dass es nebenan im Männer WC auch einen Überlebenden gibt. Der Mann heisst Rockel und ist ein Soldat. Über ein Rohr reden sie miteinander.Er erzählt ihnen von seiner Tochter und Gisel, die sie einmal besuchen sollten. Er gibt ihnen gute Ratschläge und hilft ihnen zu überleben. Jede Viertelstunde rufen sie nach Hilfe, bis sie von oben ein Klopfen wahrnehmen. Rettungshelfer haben sie gehört und graben sie aus. Leider kommt für den Mann die erhoffte Hilfe zu spät. Er stirbt vor ihrer Rettung an seiner Beinverletzung.
Bei der Bergung erwartet sie ihre Grossmutter schon sehnsüchtig. Weil die Mutter und das Kindermädchen von Lotte nicht aufzufinden sind, nehmen sie sie auf. Sie erfahren, dass Dresden auch bombardiert wurde, deshalb ziehen sie zu einer Freundin von Grossmutter. Nach wenigen Wochen kommt auch ihre Mutter zurück. Ihr Neugeborenes ist leider verhungert. Gisels Vater war fast fünf Jahre in russischer Gefangenschaft. Nach seiner Freilassung ist er völlig verändert. Er ist viel krank und leicht reizbar.
Die Tochter von Rockel hat Gisel wirklich besucht. Sie haben sich gut verstanden und wurden gute Freundinnen.
Kritik: Da das Buch im 2. Weltkrieg spielt, hatte ich es mir brutaler und blutiger vorgestellt. Obwohl es im Buch hauptsächlich um die Zeit im Damenwaschraum geht, wird es nicht langweilig.
Das Buch ist interessant geschrieben, die wenigen schwer verständlichen Wörter werden erklärt. Man kann es in einem Zug durchlesen. In den ersten Kapiteln wird auch das Leben wärend des Krieges verdeutlicht, was ich sehr interessant fand.



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