Buchbesprechungen aus Zeitungen, Magazinen ...

Notiz zu Die Zeit vom 12.05.2005 / /
Gudrun Pausewang hat - zum 16. Geburtstag ihrer Enkeltochter - in ihr neues Buch ein Stück Autobiografie geholt: Sie erzählt von ihrem eigenen 16. Geburtstag, der unter hochdramatischen Umständen stattfand. Und was für eine Dramatik, was für ein Geburtstag, folgt man Reinhard Osteroths Inhaltsangabe: die Familie von Gudrun Pausewang befindet sich auf der Flucht aus Niederschlesien, die hochschwangere Mutter der Erzählerin muss unterwegs mit Wehen ins Krankenhaus und verschwindet somit aus dem Leben ihrer Kinder, die bei einem Fliegeralarm in einem Bunker verschüttet werden. Der Dramatik zum Trotz sei es Pausewang gelungen, betont Reinhard Osteroth, ein "eher leises Buch", eine stille aber überzeugende Erzählung vorzulegen. Die Deutschen als Opfer des Luftkriegs, das sei nicht Pausewangs Anliegen, beugt Osteroth falschen Schlussfolgerungen vor; die Autorin lasse keinen Zweifel daran, wie und warum es zu diesem Luftkrieg kam, den sie und all die anderen Kinder ihrer Generation jedoch auch nicht verantwortet hätten.

Mit freundlicher Genehmigung von http://www.perlentaucher.de

Notiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 06.08.2005 / /
"Atemberaubend spannend" erzählt findet Rezensentin Maria Frise diese Geschichte vom Überleben von fünf Flüchtlingskindern im zweiten Weltkrieg. Von ihrer Mutter getrennt, werden sie während eines Bombenangriffs verschüttet, lesen wir, und überleben wie durch ein Wunder. Die Rezensentin ist besonders von Gudrun Pausewangs Schilderung beeindruckt, was in den Kindern vorgeht, wie im Reflex der Kindergedanken der verlorene Krieg, die Verzweifelung der Eltern und der prophetische Blick der nazikritischen Großmutter aufscheinen. Die Rezensentin gibt auch zu verstehen, dass in diesem Buch weniger jener pädagogische Eifer zum Tragen kommt, der gelegentlich den Lesegenuss von Pausewang-Büchern empfindlich beeinträchtigen kann.

Mit freundlicher Genehmigung von http://www.perlentaucher.de



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