Buchbesprechungen von Jugendlichen für Jugendliche

Buchbesprechung von François-Xavier Schubiger / François-Xavier Schubiger, 15 Jahre
Dieses Buch entführt dich in eine andere Welt namens Zamonien. Eine Welt mit Drachen, so genannten Lindwürmern, welche sprechen können, und noch vielen anderen sprechenden Lebewesen, die es zum Teil in unserer Welt gibt oder auch nicht. Die Lindwürmer sind hauptsächlich Dichter und darum hat jeder Lindwurm einen Dichtpaten, der ihm das Schreiben beibringt.

Ein solcher Lindwurm ist Hildegunst von Mythenmetz. Er ist schon über 80 Jahre alt, doch für einen Lindwurm ist das noch sehr jung. Sein Dichtpate Danzelot von Silbendrechsler stirbt und er macht sich auf den Weg nach Buchhaim, der Stadt des Bücherhandels von Zamonien. Buchhaim hat etwas Eigenartiges, was andere Städte nicht haben: so genannte Katakomben. Das sind Millionen von kilometerlangen und tiefen Gängen unter der Erde, in denen hauptsächlich Bücher lagern, aber auch tausende gefährliche Monster und Wesen leben.

In dieser Stadt möchte Hildegunst den Autor eines Manuskripts finden, das einen beim Lesen in Ekstase versetzt. Dieses Manuskript hatte ihm Danzelot vor seinem Tod überreicht. Doch in Buchhaim warten schon viele Gefahren auf Hildegunst. Er merkt, dass diese Stadt im Grunde genommen von einem gewissen Phistomefel Smeik regiert wird. Dieser möchte durch seinen Einfluss verhindern, dass sehr gute Dichter mit ihren Werken an die Öffentlichkeit kommen. Er will die Kunst auf einem Mittelmass behalten. Warum leuchtet mir auch nach dem Lesen des Buches nicht ein. Phistomefel setzt Hildegunst in die Katakomben, wo er eigentlich sterben sollte, doch er wird immer wieder auf wundersame Weise gerettet.

Die ersten 100 bis 150 Seiten sind nicht so spannend, doch sobald Mythenmetz in den Katakomben ist, wird es immer interessanter. Mir gefällt es sehr gut, dass Walter Moers eine eigene und neue Welt kreiert. Manche werden vielleicht sagen, dass es kindisch ist, wenn Tiere sprechen können. Dem ist in dieser Geschichte aber überhaupt nicht so. Was mir nicht gefällt, sind die Zeichnungen von Lebewesen im Buch. Moers macht sich hier das Beschreiben ein bisschen zu einfach und ich kann mir nicht ein eigenes Bild von diesem Wesen machen. Auch finde ich manche Beschreibungen - wie zum Beispiel diejenige über das Trompaunenkonzert - völlig unnötig. Dies senkt die Spannung. Trotzdem hat mir das Buch sehr gefallen und ich kann es jedem Fantasyliebhaber empfehlen.

Buchbesprechung von Irina Reiss / Irina Reiss, 15 Jahre
Zusammenfassung:
Hildegunst von Mythenmetz lebt in der Lindwurmfeste. Er ist ein angehender Schriftsteller. Sein Dichtpate gibt ihm kurz vor seinem Tod einen vollkommenen Text zu lesen. Davon ist er so fasziniert, dass er den unbekannten Schriftsteller unbedingt finden möchte. Er macht sich auf den Weg nach Buchheim, wo er durch den Text in lebensgefährliche Situationen gerät. Von der Haifischmade namens Phistomefel Smeik, der die Herrschaft über ganz Zamonie möchte, wird er durch eines der gefährlichen Büchern vergiftet und in die unheimlichen Tiefen der Katakomben verschleppt...

Kritik:
Das Buch ist nicht gerade einfach zu lesen, da häufig kompliziertere Wörter vorkommen. Deshalb empfehle ich es nur erfahreneren LeserInnen.
Das ganze Buch ist sehr ausführlich und fantasievoll geschrieben. Durch die vielen Bilder kann man sich die Kreaturen gut vorstellen. Ganz raffiniert finde ich die Warnung auf der ersten Seite. Sie provoziert zum Weiterlesen. Dadurch habe ich allerdings zu viel Spannung erwartet, die leider erst nach den ersten hundert Seiten langsam aufgekommen ist. Zuerst eine Einleitung, wieso Mythenmetz in die Stadt reist, und dann eine Beschreibung über die Stadt und die Art und Weise, wie die Leute dort wohnen und sich verhalten, was sie essen, und über die verschiedenen Antiquariate.
Im zweiten Teil wurde es dann aber spannend. Das einzige, was mich total genervt hat, waren die langen Aufzählungen von Schriftstellern und ihren Büchern.



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