Buchbesprechungen aus Zeitungen, Magazinen ...

Notiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 11.09.2004 / /
Als großes, reiches und sensationelles Buch feiert Rezensent Andreas Platthaus den Roman von Walter Moers. Platthaus findet in diesem neuen fantastischen Zamonien-Buch erneut jene unhinterfragbare Schlüssigkeit, die große Literatur für ihn generell auszeichnet. Er liebt Moers' Helden, die es in dunkle Höhlen und verwinkelte Städte verschlägt, hat seine Freude an den wunderbaren Anagrammen aus berühmten Dichternamen und scheint insgesamt ein begeisterter Leser der Ausführungen eines gewissen Hildegunst von Mythenmetz zu sein, Platthaus zufolge das literarische Alter Ego von Autor Moers. Auch dessen Illustrationen von eigener Hand werden hochgelobt. Was das vorliegende Buch aus der Sicht des Rezensenten aber besonders aus früheren Zamonien-Büchern heraushebt, ist die "geradezu spartanische Komposition" des Romans, weshalb Moers literarische Virtuosität, seine überbordende Fantasie und seine subtile Komik dem Rezensenten "narrativ" direkt unter die Haut gegangen ist. Auch ist Platthaus in der "Stadt der träumenden Bücher" der grandiosesten Figur begegnet, die Moers aus seiner Sicht je ersonnen hat.

Mit freundlicher Genehmigung von http://www.perlentaucher.de

Notiz zu Süddeutsche Zeitung vom 16.12.2004 / /
Für Christoph Haas unterscheiden sich die Bücher Walter Moers von der Masse der Fantasyliteratur durch ihren Humor, und auch im jüngsten Roman "Die Stadt der Träumenden Bücher" hat der Rezensent wieder hinreißend komische Einfälle gefunden. Der übergewichtige, ungeschickte und ängstliche Held Hildegunst von Mythenwitz mit Schriftstellerambitionen begibt sich ins gefährliche "Buchhaim", um dort den Verfasser eines "geniales Manuskripts" aufzuspüren, fasst der Rezensent zusammen. In dieser von einem "Schattenkönig" beherrschten Labyrinth aus Bibliotheken und Antiquariaten verwendet Moers gern "berühmte schauerromantische Motive", aber diese Übernahmen "stören nicht im mindesten", versichert Haas. Denn die überbordende, "ungewöhnlich fruchtbare Phantasie" des Autors macht aus diesen Anleihen durchaus "genuine Schöpfungen" und überzeugt durch überraschende und komische Einfälle, so der Rezensent begeistert. An Moers Illustrationen des Buches kritisiert der ansonsten hingerissene Haas die mitunter gar zu "kinderbuchartige Niedlichkeit", die er aber, wenn es um gruselige oder abenteuerliche Szenen geht, dann durchaus auf der "Höhe des Schreibens" von Moers sieht.

Mit freundlicher Genehmigung von http://www.perlentaucher.de



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