Buchbesprechungen von Jugendlichen für Jugendliche

Buchbesprechung von Manuel Kaufmann / Manuel Kaufmann, 13 Jahre
Friedrich Dürrenmatt hat ein grandioses Buch geschrieben. Ich weiss jetzt nicht, wie er seine anderen Bücher geschrieben hat, werde es wahrscheinlich bald erfahren, aber so wie er das schrieb: Unglaublich.
Am Anfang dachte ich: "Was? Ein Theaterstück. Was soll an dem interessant sein?" Aber ich habe mich getäuscht. Gerade dass es ein Theaterstück ist, macht es so besonders. So ist es viel gemütlicher zum Lesen. Es braucht keine langweiligen Erklärungen für nichts. Alles was man wissen muss, wird am Anfang erwähnt. Den Rest muss oder darf man sich denken. Aber das erschwert das Ganze natürlich auch ein bisschen. Dürrenmatt hat nämlich nicht die Möglichkeit etwas zu erklären, was Gefühle betrifft oder er kann auch keine Handlungen bestätigen. Wenn man dieses Problem aber so gut umgehen kann, wie das der Autor gemacht hat, bekommt das Buch eine ganz gute Note.
Das hat mich auch am Schluss auch so überrascht. Dürrenmatt hat nicht geschrieben: "Und so ist der weltbeste Physiker" - sondern man wusste am Ende einfach, was passiert war. Man wusste, dass die zwei besten Agenten und der beste Physiker der Welt in einer Irrenanstalt hocken, obwohl sie gar nicht irr sind und dagegen eine solche draussen herumläuft und genau das macht, was Möbius verhindern wollte. Dieses Buch ist genau so
geschrieben, wie ich schon lange davon träume einen solchen Aufsatz zu schreiben. Leider ist es mir noch nie geglückt.



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